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WärmeChancen - wie die klimafreundliche Wärmeversorgung angepackt wird

Fazit zu unserer Kampagne zum Thema Wärmeversorgung

Frau vor Heizung, in der Ecke der Schriftzug WärmeChancen
Mit den WärmeChancen zeigen wir dir und den Menschen im ländlichen Raum, wie eine klimafreundliche Wärmeversorgung funktionieren kann
© Miriam Lohmüller

Was kann ich nun für mich aus den vorgestellten Projekten mitnehmen?

Zwar sind Gebäude, äußere Umstände und damit auch Maßnahmen zur Umstellung der Wärmeversorgung oft sehr individuell. Doch trotzdem gibt es einige grundlegende Dinge, auf die du achten kannst.

Wir haben gesehen, dass die Einsparung von Energie und die Erhöhung von Effizienz am Anfang stehen. So muss weniger Wärme produziert werden und wir sparen Ressourcen und Kosten. Deshalb ist eine gute Gebäudedämmung so wichtig und ein sinnvoller erster Schritt.

Wenn du mit der Umstellung deiner Wärmeversorgung starten möchtest, macht eine persönliche Energieberatung Sinn. Willst du später die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) nutzen, startest du am besten mit der Erstellung eines Sanierungsfahrplans. Damit kannst du nach und nach dein Gebäude sanieren und eine neue Heizung einbauen.

Aber Wärmenetze wären doch effizienter als neue Heizungen in jedem einzelnen Gebäude. Wie kann ich denn hier ansetzen?

Wenn du denkst, dass in deiner Gemeinde ein Wärmenetz Sinn machen könnte, sprich doch mal deine Nachbarn und deine Kommune an. Gibt es im Gemeindegebiet Biogasanlagen oder Industriebetriebe, bei denen die Abwärme noch nicht genutzt wird? Habt ihr Flächen, die sich für eine große Solarthermie-Anlage eignen und damit sogar ökologisch aufgewertet werden können? Gibt es Planungen für ein Neubaugebiet, das mit Erdwärme versorgt werden könnte?

Wenn du Mitstreiter gefunden hast, kannst du Kontakt zu den Betreibern bestehender Nahwärmenetze aufnehmen. In der Regel sind diese gerne bereit, dir von ihren Erfahrungen zu erzählen. Und einige davon haben wir ja in den letzten Wochen kennengelernt.

Wo stecken denn die größten Herausforderungen?

Eine Hürde für viele Menschen ist sicher die Finanzierung, aber es gibt eine Vielfalt an Fördermöglichkeiten, die du nutzen kannst. Leider ändern sich manche Förderbedingungen häufig, sodass es schwer ist, den Überblick zu behalten. Am besten wendest du dich deshalb an eine Energieberatung. Die Experten dort können dir helfen, das richtige Förderprogramm zu finden. Hab auch keine Scheu davor, mehrere Meinungen einzuholen, wenn du dir unsicher bist.

Gerade jetzt sind auch Preissteigerungen, Personal- und Materialmangel ein Problem. Es schadet aber nicht, sich schon frühzeitig zu Informieren – denn Sanierung und Heizungstausch sind Investitionen in die Zukunft. Heizungsanlagen laufen schließlich mindestens 20, 25 Jahre.

Warum bleibt die Umstellung auf eine klimafreundliche Wärmeversorgung trotz dieser Hürden eine Chance?

Neben der Tatsache, dass jeder einen Beitrag dazu leisten muss, damit unsere Erde lebenswert bleibt – das gilt für Privatpersonen genauso wie für die öffentliche Hand, Industrie und Gewerbe – können du und deine Region auch ganz direkt profitieren.

Du sparst langfristig Heizkosten, die Preise bleiben unabhängig vom fossilen Weltmarkt stabiler und der Wert deiner Immobilie kann sich steigern. Für Land- und Forstwirte kann die Energieerzeugung ein zweites Standbein sein. Oder der Bau eines Wärmenetzes kann dazu genutzt werden, weitere Infrastruktur wie Glasfaser oder Stromkabel zu verlegen. Das steigert wiederum die Attraktivität einer Kommune als Wohn- und Arbeitsort.

Danke für die Infos. Ich werde mir mal durch den Kopf gehen lassen, welche Lösungen zu mir passen!

 

Du hast noch weitere Fragen? Du hast Feedback zu unserer Kampagne „WärmeChancen“?
Dann kannst du dich gerne bei uns melden, unseren Kontakt findest du hier.

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