Zum Inhalt springen

Starke Rolle der Kommunen im Klimaschutz

Welche Maßnahmen für den Einstieg geeignet sind

Photovoltaikanlage auf Flachdach
Solaranlagen auf kommunalen Dachflächen - ein Schritt zur klimafreundlichen Verwaltung und Vorbild für die Bürgerschaft
© Pixabay

Noch ist Klimaschutz kein fester Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Oft fehlt es an finanziellen Mitteln, qualifiziertem Personal oder einer langfristigen Verankerung von Klimaschutz in den Verwaltungsprozessen. Dabei können Kommunen im Klimaschutz Vorbild und Lenker sein. Wenn kommunale Gebäude saniert, mit erneuerbaren Energien beheizt oder mit einer PV-Anlage auf dem Dach ausgestattet werden, sieht die Bürgerschaft, dass die Kommune selbst beim Klimaschutz anpackt. 

Schnelle Minderung von Treibhausgasen möglich

Weitere Maßnahmen, die rasch zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen beitragen, sind die Umstellung des eigenen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge oder Anregungen für Mitarbeitende, auf das Fahrrad umzusteigen. Auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung hin zu LED-Lampen oder sogar einer intelligenten Steuerung, welche die Beleuchtung nur bei Bedarf erhellt, ist vergleichsweise einfach möglich. Durch den Rückbau von Parkplätzen oder den Ausbau von Radinfrastruktur können Kommunen Anreize schaffen, das eigene Mobilitätsverhalten umzustellen.

Mit der Bauleit- und Flächennutzungsplanung stehen Kommunen starke regulierende Instrumente zur Verfügung. Proaktiv können Flächen für erneuerbare Energien, zum Beispiel für Freiflächen-Photovoltaikanlagen, festgelegt werden. Dabei kann auch ein Kriterienkatalog entwickelt werden, um Solarparks möglichst landschaftsverträglich und artenfreundlich zu gestalten. Auch im Bebauungsplan können Kommunen klimafreundliche Vorgaben machen. Wie genau das aussehen kann, beschreiben wir auf unserer Informieren-Seite unter dem Reiter "Solar-Freiflächenanlagen".

Die Bevölkerung mitnehmen

Bei allen Klimaschutz-Aktivitäten bleiben die Information und Unterstützung der Bevölkerung wichtig. Hier sind Kommunen häufig die ersten Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger. Umso wichtiger ist es, dass Gemeindemitarbeitende qualifiziert oder mit einem Klimaschutzmanagement unterstützt werden.

Vor allem für kleine Gemeinden bietet sich angesichts dieser vielfältigen Aufgaben die interkommunale Zusammenarbeit an, sei es im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung, in einem gemeinsamen Kommunalunternehmen oder in einem Klimaschutz-Netzwerk.

 

Klimaschutzpotenziale in Kommunen wurden ausführlich in einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamts betrachtet.

Vorherige Nachricht Nächste Nachricht