Projektseite "Virtuelle Gemeindewerke"
Gemeindewerke als innovativer Ansatz für ländliche Kommunen
Von 2019 bis 2021 lief eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung, um Möglichkeiten für solche Regionalwerke zu untersuchen.
Die regionalwerke GmbH & Co. KG erarbeitete zusammen mit der Kanzlei Becker Büttner Held ein skalierbares Konzept, mit dem Regionalwerke unterschiedliche Geschäftsbereiche von Energieerzeugung über Energievertrieb bis hin zum Breitbandausbau abdecken können. Die Umsetzung wurde zeitgleich mit Gemeinden im Landkreis Landshut erprobt. Das dabei entwickelte Konzept der „Virtuellen Gemeindewerke“ bezieht neben der Energiewende auch das Thema Digitalisierung mit ein. Über eine Software-Plattform können nicht nur die Geschäftsprozesse des Gemeindewerks abgebildet werden, sondern auch sogenannte Smart Services für die Kunden des Regionalwerks - also die Bürgerinnen und Bürger der teilnehmenden Kommunen - angeboten werden.
Bereits während der Projektlaufzeit stieß dieser Ansatz bayernweit auf großes Interesse. Deshalb wurden ab 2021 im Rahmen eines anschließenden Coachings Kommunen aus über 31 Landkreisen zu einer Gründung eines Regionalwerks beraten. Mittlerweile sind einige Regionen dabei, eine Geschäftsplanung zu erstellen. Darin werden relevante Geschäftsbereiche für die jeweilige Region identifiziert und ein Geschäftsplan entwickelt. Vor allem Kommunen oder interkommunale Zusammenschlüsse wie die ILE AOVE, die den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in ihrer Region selbst in die Hand nehmen möchten, sehen großes Potenzial in einem interkommunalen Gemeindewerk.