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Mit lokalen Klimafonds den Klimaschutz in Landkommunen stärken

Ein innovativer Weg für zukunftsfähige Kommunen

Gerade kleine Gemeinden sehen sich zunehmend knapper werdenden Haushaltsmitteln gegenüber. Gleichzeitig sollen Maßnehmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung realisiert werden - was also tun? Hier kommen lokale Klimafonds ins Spiel – eine innovative Lösung, die Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger zusammenbringt.

Was sind lokale Klimafonds?

Lokale Klimafonds sind ein innovatives Finanzierungsinstrument für Kommunen, um zusätzliche Mittel für Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte zu mobilisieren. Ein Klimafonds ist wie eine Crowd-Funding-Plattform, in die verschiedene lokale Akteure einer Gemeinde Geld einzahlen, welches dann für Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte vor Ort verwendet wird. Das ist im Kern die Idee eines lokalen Klimafonds. Er bietet Kommunen die Möglichkeit, zusätzliche finanzielle Mittel für den Klimaschutz zu mobilisieren, die lokale Bevölkerung aktiv einzubinden und gleichzeitig die Akzeptanz gegenüber den Maßnahmen zu erhöhen.

Mehr für alle!

Lokale Klimafonds sind folglich mehr als nur ein Finanzierungstool. Sie schaffen ein Gemeinschaftsgefühl und machen Klimaschutz und Klimaanpassung greifbar und sichtbar. Jeder Euro, der in den Fonds fließt, ist eine Investition in die Zukunft der Region.

Best Practice - Welche Projekte und Organisationen können mit dem Klimafonds gefördert werden?

Die Förderrichtlinien des Klimafonds definieren genau, welche Projekte und Organisationen eine Förderung erhalten können. Die typischen Maßnahmen umfassen ein breites Spektrum:

  • Pädagogische Projekte zur Förderung klimafreundlichen Verhaltens
  • Dachbegrünungen
  • Lastenfahrräder zum Ausleihen oder für den lokalen Wirtschaftsverkehr
  • Solaranlagen
  • Moorrenaturierungen
  • E-Bike/Auto-Ladestationen
  • Überdachte Fahrradabstellanlagen

Die Kreisstadt Lörrach in Baden-Württemberg  gründete im Mai 2022 den Klimafonds Lörrach e.V.. Bis Dezember 2023 erhieleten sie Spenden in Höhe von 29.000€. Damit werden nun zwei Projekte zur Moorwiedervernässung, sowie zum Aufbau einer PV-Anlage und einer E-Ladestation finanziert. Weitere geeignete Projektarten finden Sie hier. Im Projektbeispielkatalog von adelphi gibt's Best-Practice Beispiele.

Antragsberechtigt sind meist Privatpersonen, gemeinnützige Organisationen und lokale Unternehmen. Die Projekte müssen in der Regel im Gemeindegebiet durchgeführt werden. Die Förderhöhe wird ebenfalls in den Richtlinien festgelegt. Oft werden Projekte nicht zu 100% finanziert, sondern erhalten einen prozentualen Zuschuss oder eine Pauschale. Dies fördert die Eigenverantwortung der Projektträger und ermöglicht die Unterstützung einer größeren Anzahl von Initiativen. Wichtig ist auch die Festlegung des Antragsverfahrens: Wann können Anträge gestellt werden? Welche Unterlagen sind erforderlich? Wie viele Anträge darf ein Antragsteller pro Zeitraum einreichen? All diese Punkte werden in den Förderrichtlinien transparent kommuniziert.

Herausforderungen meistern

Natürlich gibt es auch Hürden zu überwinden. Die Einrichtung eines Klimafonds erfordert gute Planung und Kommunikation. Doch keine Sorge: Es gibt Unterstützung! Die Organisation adelphi hat praktische Konzepte zur Einrichtung eines lokalen Klimafonds und der zugehörigen Kommunikation erarbeitet. Darin finden Sie hilfreiche Informationen zur Auswahl und Umsetzung der Förderprojekte, der Entwicklung einer Förderstrategie oder Hintergrundinfos zur Finanzierung.

Arbeitshilfen und Checklisten
adelphi erarbeitete vorgefertigte Leitfragen für einen Förderantrag und das Monitoring der Projekte sowie eine Kriterienmatrix zur Bewertung und Gewichtung von Förderanträgen, um die Umsetzung von Klimafonds zu erleichtern.
Datum
17. Oktober 2024
Regierungsbezirke
Alle (Bayern)
Themen
Klimaschutz, Klimaanpassung, Finanzierung