Neue Wege gehen
Zu Fuß die Straße zurückerobern
Die barrierefreie Fortbewegung zu Fuß ist ein wichtiger Bestandteil der Mobilitäts-wende auf dem Land und in der Stadt. Durch aktive Beteiligung sensibilisieren „Zu-Fuß-Aktionen“ während der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE (EMW) Bürgerinnen und Bürger und andere Verkehrsteilnehmer und zeigen Handlungsbedarfe auf.
Zu Fuß zur Schule – mehr Sicherheit für Schulkinder
Kinder sind zentrale Akteure der Mobilitätswende. Schulen können die EMW nutzen und mit „Zu-Fuß-Aktionen“ klimafreundliche Alternativen zum „Elterntaxi“ aufzeigen. Dabei gehen die Kinder zu Fuß, alternativ mit Bus oder Fahrrad in die Schule - die zurückgelegten Strecken während der Aktion werden zusammengezählt. Wettbewerbe zwischen nahegelegenen Schulen und anschließende Preisverleihungen können die Motivation steigern.
Bereits zum fünften Mal in Folge veranstalten drei Amberger Grundschulen 2025 wieder die Aktion „Zu-Fuß-zur-Schule“. Damit wollen die Organisatoren (Stadt Amberg und Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit) auf die Problematik der Elterntaxis und dem damit verbundenen Sicherheitsrisiko für Schüler aufmerksam machen. Innerhalb eines Monates legten 709 teilnehmende Schüler von der ersten bis vierten Klasse den Schulweg ganze 14.500 Mal zu Fuß zurück.
Mobilitätsspaziergänge – Hindernisse erkennen
Fußgänger haben unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse, die häufig unbeachtet bleiben. Mobilitätsspaziergänge während der EMW schärfen das Bewusstsein für die verschiedenen Bedürfnisse und decken Verkehrshindernisse auf.
Eine geeignete Strecke ist erfolgsentscheidend
Die Länge des Weges spielt eine entscheidende Rolle bei der Aktion, denn nicht alle Teilnehmende können weite Strecken zurücklegen. Die ausgewählte Route sollte daher den körperlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden angepasst sein.
Schwachstellen identifizieren und beheben
Ziel ist es, Schwachstellen für Fußgänger zu identifizieren und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Während des Spaziergangs können bspw. folgende Fragen thematisiert werden:
- Sind Ampelschaltungen zu kurz?
- Fehlen Bänke zum Ausruhen entlang der Wege?
- Wo sind Schlaglöcher?
- Können Beschilderungen angebracht werden, um die Sicherheit zu erhöhen?
Dokumentation der Mängel
Während des Spaziergangs dokumentieren die Teilnehmenden Mängel aber auch positive Beispiele mit Hilfe von Kameras, Kartenausschnitten, Klemmbrettern und Notizmaterialien. Die Dokumentation bildet die Grundlage für weitere Maßnahmen.