Zum Inhalt springen

Bewässerung ohne wertvolles Trinkwasser

Sportplatzbewässerung bei der SpVgg Langerringen

Um Rasenflächen im Sommer grün zu halten, wird häufig Trinkwasser zur Bewässerung verwendet. So auch bei vielen Sportvereinen. Doch in Langerringen entstand bei der Bevölkerung und den Verantwortlichen ein Umdenken: hier wird nun Wasser in Zisternen gesammelt und zur Bewässerung verwendet.

Mittlerweile sei es nicht mehr gut vermittelbar, dass für die Bewässerung von Sportflächen kostbares Trinkwasser verwendet wird, so Gallus Ringler, Vorsitzender der SpVgg Langerringen. Deshalb entschied sich der Sportverein im Landkreis Augsburg dazu, Zisternen für die Bewässerung zu verbauen. Als die Spielfelder vor vielen Jahren gebaut wurden, wurde eine sandhaltige Humusschicht und eine Drainage zur Entwässerung verlegt. Dadurch trocknen die Plätze schneller aus und müssen im Sommer bewässert werden. Im Schnitt der letzten Jahre wurden dafür rund 4.500 m³ Trinkwasser verbraucht – und das, während der Grundwasserspiegel in ganz Bayern sinkt. Nun wird zumindest ein Großteil des benötigten Trinkwassers durch in Zisternen gespeichertes Niederschlagswasser ersetzt.

Im August und September 2021 bauten zwölf Vereinsmitglieder die Zisternen ein.

Voller Einsatz der Vereinsmitglieder

Dazu wurden in einer Grube drei vorgefertigte Betonzisternen mit jeweils 12,5 m³ positioniert und mit Rohren miteinander verbunden. Außerdem wurden die Zisternen an die Drainage der Spielfelder angeschlossen. Mit rund 8.000 Euro waren die Zisternen selbst samt Zubehör der größte Kostenfaktor im Projekt. Denn beim Einbau haben die Vereinsmitglieder selbst tatkräftig angepackt und die Arbeiten zum Erdaushub und zum Einsetzen der Zisternen fast vollständig selbst durchgeführt. Langfristig sollen die Zisternen noch mit einem Brunnen kombiniert werden, um komplett auf Trinkwasser für die Bewässerung verzichten zu können. Der Bau der Zisternenanlage war auch dank eines Zuschusses von 10.000 Euro über das Regionalbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Lech-Wertach möglich.

Datum
30. Oktober 2025
Regierungsbezirk
Schwaben
Themen
Klimaanpassung, Schwammdorf, Zisterne