Rasen und breite Pflasterfugen statt Asphalt
Entsiegelung des Rathausvorplatzes in Gleißenberg
Der Rathausvorplatz im oberpfälzischen Gleißenberg war vor wenigen Jahren noch komplett asphaltiert. Im Jahr 2018 wurde dann rund die Hälfte des Platzes entsiegelt und größtenteils begrünt. Wo dies nicht möglich war, kamen wasserdurchlässige Bodenbeläge zum Einsatz.
Die rund 1.000 m² große Asphaltfläche war in desolatem Zustand, deshalb war klar, dass der Rathausvorplatz als ein Projekt der Dorferneuerung in der Gemeinde Gleißenberg angegangen werden sollte. Die Beteiligten haben sich 2018 bewusst dafür entschieden, die Fläche wo möglich zu entsiegeln. So sollte der Platz ökologisch und ästhetisch aufgewertet werden. Der Begrünung standen die Bürgerinnen und Bürger sehr aufgeschlossen gegenüber, schließlich liegt das Rathaus an der Hauptstraße und neben dem Kindergarten – wird also oft gesehen.
Wo möglich wird bepflanzt
Ein großer Teil der entsiegelten Fläche wurde mit Rasen gestaltet und mit Bäumen, Hecken und Frühjahrsblühern bepflanzt. Da die Parkplatzflächen nicht vollständig entsiegelt werden konnten, wurde hier auf Betonpflaster mit breiten Rasenfugen gesetzt. Die Fugen bieten Platz für die Versickerung von Regenwasser und lockern die Pflasterung auf. Rund um die zentrale Grünfläche wurden für eine Buswendeschleife Granit-Großsteinpflaster mit Rasenfugen verlegt.
Insgesamt kosteten der Rückbau der Asphaltfläche, die Entsorgung von Bauschutt sowie die Neuanlage der Park- und Fahrflächen rund 350.000 Euro. Für die Grünmaßnahmen, also die Gestaltung der Rasenfläche und die Pflanzung von Bäumen, Hecken und Blühpflanzen fielen insgesamt Kosten von 12.000 Euro an. Die Umsetzung wurde dabei zu 65 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz gefördert.