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Ein wasserundurchlässiger Pflastersee verschwindet

Dorferneuerung Gerach - die Neugestaltung beginnt

Die Verwirklichung der Dorferneuerungsplanung steht in den Startlöchern. Die Teilnehmergemeinschaft Gerach hat den Bauauftrag an die Firma Hegenwald GmbH aus Baunach vergeben. Der Spatenstich steht unmittelbar bevor.

Insgesamt investieren Teilnehmergemeinschaft und Gemeinde rund 1,6 Millionen Euro. Die Teilnehmergemeinschaft erhällt für den Umbau Fördermittel des Freistaats Bayern, welche über das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken ausbezahlt werden. „Wir machen hier eine komplette Neustrukturierung und bringen mehr Grün rein in den Dorfplatz.“ Sagt Christian Gemeinhardt, stellvertretender Projektleiter vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Das Erklärvideo beschreibt die verschiedenen Maßnahmen anschaulich und gibt einen guten Überblick über die geplanten Bereiche. 

Parkplatz wird mit Grünflächen aufgelockert

Die größte Veränderung wird am großen Parkplatz vor der Laimbachtalhalle zu sehen sein. Die riesige unstrukturierte Pflasterfläche wird zurückgebaut und mit Bäumen und Sträuchern aufgelockert. Dies bringt direkt mehr Grün und auf längere Sicht eine Verbesserung des Kleinklimas und vor allem Beschattung für parkende Fahrzeuge, denn der Parkplatz als solcher bleibt in seiner Funktion erhalten. Auch der Aufgangsbereich zur Laimbachtalhalle wird mit erneuert.

Dorfplatz wird ein Treffpunkt zum Verweilen

Hervorzuheben ist die Neugesteltung des „Dorfplatzes“ vor der Kapelle. Die Asphaltfläche wird entsiegelt, es entstehen ein Brunnen mit Sitzgelegenheit unter einer Pergola, die zum Verweilen einlädt. Gleichzeitig wird der Zugang zur Kapelle durch Anheben des Geländes barrierefrei. Die Bushaltestelle wird versetzt und der Bus wendet künftig im Bereich Hauptstraße und Parkplatz.

Unser Ziel ist es hier die Flächen großflächig wasserdurchlässig zu machen. Das heißt, der Asphalt kommt raus und wir bauen am Dorfplatz eine Sanddecke ein. Die Fußwege werden gepflastert.
Günter Förtsch, Bauoberleitung vom Verband für Ländliche Entwicklung Oberfranken

Der Holzgraben - vom Funktionswasserlauf zum Erlebnisraum

Neben der Erneuerung der Hauptstraße und dem Rückbau „An der Ziegelhütte“ zur Anliegerstraße ist die naturnahe Gestaltung des Holzgrabens besonders zu erwähnen. „Hier wird das Ufer und das Gelände aufgeweitet und es werden Sitzsteine gesetzt. Dadurch erhält das Gewässer mehr Retentionsraum.“, weiß stellvertretende Projektleiterin Susanna Müller vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken zu berichten. „Ergänzt wird die Maßnahme durch einen Fußgängersteg und die Pflanzung mit Bäumen.“, so Müller. „Ich freue mich, dass wir nach vielen Jahren der Planung mit der Vollendung der Baumaßnahmen einen wunderschönen neuen Dorfplatz bekommen und einen begrünten Parkplatz. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis bei Behinderungen im Rahmen der Baumaßnahmen“, so erster Bürgermeister Sascha Günther.

Datum
26. Juni 2025
Regierungsbezirk
Oberfranken
Themen
Klimaanpassung, Schwammdorf, Entsiegelung