Gemeinsam für die Sicherheit unserer Kinder
ILE Holzland-Inntal schafft Radanhänger für Verkehrserziehung an Grundschulen an
Die ILE Holzland-Inntal setzt ein starkes Zeichen für interkommunale Zusammenarbeit und kindgerechte Verkehrserziehung: Sieben ILE-Gemeinden haben gemeinsam einen Radanhänger mit Fahrrädern angeschafft, der künftig flexibel zwischen den Grundschulen der Region eingesetzt wird. Damit ist die vorgeschriebene Verkehrserziehung ab der ersten Klasse im sicheren Schonraum gewährleistet und der Weg zur klimafreundlichen Fortbewegung geebnet.
„Heute feiern wir nicht nur die Anschaffung eines Radanhängers – wir feiern ein Projekt, das Verantwortung, Gemeinschaft und Sicherheit vereint“, betonte Georg Eder, Bürgermeister der Gemeinde Perach, in seinem Grußwort. Die Gemeinde betreute das Projekt federführend für die ILE-Kommunen. Mit dem neuen Anhänger werde eine wertvolle Grundlage für die Verkehrserziehung geschaffen. Gleichzeitig sei durch die gemeinsame Umsetzung eine nachhaltige Lösung entstanden, die Ressourcen schone und den Zusammenhalt in der Region stärke. Der Radanhänger sei ein sichtbares Zeichen dafür, was möglich sei, wenn Gemeinden gemeinsam Verantwortung übernähmen und an einem Strang zögen.
Von der Idee zur Umsetzung
Julia Lechner, Lehrerin und Ideengeberin des Projekts, erklärte: „Viele Kinder, gerade Buskinder, haben in dem Alter noch keine Möglichkeit, ihr Fahrrad mit zur Schule zu bringen oder alleine zur Schule zu radeln.“ Die Anforderung des Ministeriums, in allen Klassen praktischen Verkehrserziehungsunterricht in der Schule durchzuführen, sei logistisch deshalb eine große Herausforderung – sowohl für die Familien als auch die Lehrkräfte. Der neue Anhänger schließe diese Lücke und erleichtere die Verkehrserziehung erheblich.
Gleiche Chancen für alle
Das Projekt ermögliche es allen Kindern, unabhängig vom Wohnort oder den Möglichkeiten ihrer Eltern, einen gleichberechtigten Zugang zur Verkehrserziehung. Die Ausstattung mit Fahrrädern in verschiedenen Größen stelle sicher, dass sowohl Schulanfänger als auch Viertklässler altersgerecht üben könnten.
Praktische Schulung für Lehrkräfte
Bereits vor dem Pressetermin fand eine Schulung für die Lehrkräfte der ILE-Grundschulen statt, die künftig die Verkehrserziehung mit dem neuen Radanhänger übernehmen. Veronika Nagleder vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Reischach und Kajetan Rasp, Anbieter für Spezialanhänger, führten die Schulung mit knapp 30 Lehrkräften durch. Thema waren die fachgerechte Entnahme und Beladung der Fahrräder, die Transportsicherung sowie praktische Hinweise zur Handhabung des Anhängers im Schulalltag.
Beitrag zur Mobilitätswende und Sensibilisierung für das Fahrradfahren
Darüber hinaus leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende im ländlichen Raum. Indem Kinder frühzeitig praktische Erfahrungen mit dem Fahrrad sammeln, wird eine nachhaltige und klimafreundliche Form der Fortbewegung aktiv gefördert. Das sichere Beherrschen des Fahrrads schafft Vertrauen und kann langfristig dazu beitragen, dass das Fahrrad häufiger als Alltagsverkehrsmittel genutzt wird – auch über den Schulweg hinaus.
Gerade für Landkommunen bietet das Projekt einen wertvollen Ansatz, um das Bewusstsein für alternative Mobilitätsformen zu stärken und bereits bei den jüngsten Bürgerinnen und Bürgern anzusetzen. Die Verkehrserziehung wird damit um eine wichtige Dimension erweitert: Neben der Sicherheit steht auch die Sensibilisierung für eigenständige, gesunde und umweltfreundliche Mobilität im Fokus. Der Radanhänger fungiert somit nicht nur als praktisches Lehrmittel, sondern auch als Impulsgeber für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung in der Region.
Text: Stephanie Lambert