Schwamm drüber? Schwamm drunter!
Fachtagung „Schwammland: Wasserkrise meistern in Stadt und Land“
Die Wasserkrise ist in unseren bayerischen Gemeinden, Städten und Regionen längst Realität: Dürreperioden, Starkregenereignisse und Nutzungskonflikte um Wasser nehmen zu. Wirksame Lösungen gehen über rein technische Maßnahmen hinaus. Sie müssen vom Landschaftsraum als Ganzem ausgehen – und von den Bedürfnissen unserer Gesellschaft.
Das Konzept Schwammland rückt genau diesen ganzheitlichen Ansatz in den Mittelpunkt.
Es verbindet Wasser-, Land- und Forstwirtschaft mit Stadtentwicklung und Naturschutz. Ein Schwammland, das Wasser in der Fläche zurückhält, speichert und verzögert abgibt, schafft die Grundlage für resiliente Kulturlandschaften, lebenswerte Städte und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Das alles geht nur im gesellschaftlichen Konsens. Der ländlichen Entwicklung kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.
Die Praxis zeigt: Schwammland entsteht nicht isoliert
Im Gegenteil, Schwammland, -dorf und -stadt gehören zusammen! Es erfordert Kooperation über Sektor‑ und Verwaltungsebenen hinweg, das Zusammenspiel von kommunaler Planung, Landes‑ und Europapolitik sowie das Engagement von Landnutzenden, Fachpraxis, Wissenschaft und Gesellschaft.
Kompetenzaufbau und gemeinsame Lernprozesse sind hierbei die zentralen Elemente auf dem Weg in die Breite.
Die Tagung bietet Raum, diese Perspektiven zusammenzuführen. In Fachvorträgen, Praxisbeispielen, interaktiven Open‑Space-Formaten sowie einer Podiumsrunde wird diskutiert, wie das Schwammland‑Konzept konkret umgesetzt und breitenwirksam werden kann – in Stadt und Land, heute und in Zukunft.