Online-Befragung in der Schwammregion Auerbergland liefert spannende Erkenntnisse
Mit digitaler Bürgerbeteiligung fit für den Klimawandel
Moorrenaturierung, Entsiegelung von öffentlichen Flächen oder der Einbau von Zisternen an Friedhöfen – die Teilnehmer der online-Bürgerbefragung äußerten viele konkrete Vorschläge, wie die Folgen von Starkregenereignissen und Hochwasser im Auerbergland reduziert und Trockenperioden abgepuffert werden könnten.
Klimawandel vor Ort: Was Bürgerinnen und Bürger in den Auerberg-Kommunen beobachten
Die Folgen des Klimawandels sind kein abstraktes Phänomen mehr, sondern auch in den 14 Kommunen rund um den Auerberg angekommen. Das zeigt die online-Befragung LE.NA: über 70 Prozent der Befragten haben in den letzten Jahren Veränderungen bei Niederschlägen oder Wetterextreme bemerkt, für knapp 60 Prozent der Teilnehmer ist die zunehmende Sommerhitze ein Thema.
Von der Zisterne bis zur Gewässerrenaturierung: Private Wasserrückhalt-Maßnahmen mit Potenzial
Ein wichtiges Ziel der Befragung bestand auch darin Einblicke zu erhalten, welche Maßnahmen im privaten Bereich zum Wasserrückhalt getroffen werden und ob Akteure offen für weiteres Engagement wären. Hierbei zeigte sich, dass viele Akteure bereits Regenwasser in Tonnen oder Zisternen sammeln und nutzen und offen für kleinere Entsiegelungsmaßnahmen wären. Dach- und Fassadenbegrünungen scheinen hingegen weniger verbreitet.
Ein großer Anteil der Befragten zeigte auch Interesse, weitere Maßnahmen umzusetzen. Wichtig hierfür seien wenig Pflegeaufwand, finanzielle Unterstützung sowie eine gute Information und Beratung.
Hierauf regierte die Schwammregion bereits und veröffentlichte zwei Newsletter mit Tipps zum nachhaltigen Umgang mit Regenwasser und zur Gestaltung versickerungsfähiger Beläge.
Managerin Julia Riedle zieht positives Fazit
„Wir freuen uns über so viel Bewusstsein und die großartigen Vorschläge“. Diese werden weiter in den kommunalen Gremien und verschiedenen Formaten diskutiert und sind Grundlage für konkrete Planungen und die Öffentlichkeitsarbeit.
Und eine große Überraschung lieferten die Ergebnisse abschießend auch noch: eine private Fläche mit rund 3400 m² wurde für eine Gewässerrenaturierung angeboten.