Entsiegelung und naturnahe Begrünung
Chancen, Maßnahmen und Förderung
Flächen entsiegeln und begrünen – von der Ideenfindung über die Beantragung von Fördermitteln bis hin zur Umsetzung von Maßnahmen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Online-Reihe „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz – Wissen. Praxis. Förderung.“ statt.
Versiegelte Flächen prägen viele Städte und Gemeinden. Asphalt und Beton heizen Siedlungs- und Gewerberäume zusätzlich auf, führen damit zu einer gesundheitlichen Belastung und beeinträchtigen die Lebensqualität der Menschen. Gleichzeitig gehen wichtige Leistungen der Stadtnatur und Böden verloren – etwa die Speicherung von Regenwasser, die Kühlung von Flächen und die Bindung von Kohlenstoff.
Entsiegelungskonzepte unterstützen eine langfristige und nachhaltige Stadtentwicklung. Neben kommunalen Entscheidungsträger*innen können auch Kirchen, Schulen und Kitas einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie versiegelte Flächen zurückbauen und naturnah gestalten.
Ziel von Entsiegelungsmaßnahmen ist es, die natürlichen Bodenfunktionen wiederherzustellen. Dazu sind die Aufbereitung oder der Austausch des Bodens sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Bodengefüges und zur Erhöhung der biologischen Aktivität erforderlich, unter anderem durch eine naturnahe Begrünung der Fläche. Gelockerte, durchwurzelbare Böden können mehr Regenwasser aufnehmen und bilden die Grundlage für urbane Ökosysteme. Dadurch wird die Kühlfunktion von Flächen reaktiviert, die Luftverschmutzung reduziert und es können wertvolle Grünflächen für Mensch und Natur zurückgewonnen werden.
Das Seminar vermittelt Fach- und Praxiswissen zur Entsiegelung in Siedlungsbereichen. Kommunen berichten über ihre Erfahrungen mit Entsiegelungskonzepten und der anschließenden naturnahen Begrünung. Darüber hinaus informiert die KfW über die Fördermöglichkeiten im Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), über das entsprechende Vorhaben mit bis zu 80 % gefördert werden. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die Fördervoraussetzungen und erfahren, was bei der Antragstellung zu beachten ist.
Text: Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK)